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In unserer Geschäftswelt waren begeisterte Mitarbeiter lange kein erstrebenswerter Zustand. Zum Glück hat sich das geändert. Für alle? Nein, längst nicht für alle Unternehmer aber für die, die ein aufrichtiges Interesse haben, die Potenziale ihres Unternehmens zu entfalten. Und das bedeutet eben auch die Potenziale der Mitarbeiter zur Entfaltung zu bringen. Wie geht das?

Ein Potenzial ist eine bereits vorhandene Anlage, die noch nicht genutzt wird. Potenziale zum Vorschein zu bringen bedeutet kreativ zu sein, etwas Neues zu probieren und zu lernen.

Aus der aktuellen Hirnforschung wissen wir, dass Menschen immer dann Lernen, wenn zwei Dinge zusammen kommen, der kognitive Teil und der emotionale Bezug zu einer Sache. Dabei kommt den Emotionen eine Schlüsselrolle zu, denn Sie sind, wie Prof. Gerald Hüther bemerkt, der Dünger für unser Gehirn.

Emotionen in Form von Begeisterung sorgen für eine Ausschüttung neuroplastischer Botenstoffe. Die wiederum sind für die Entwicklung unserer neuronalen Netzwerke verantwortlich. Mit anderen Worten, ohne Freude und Begeisterung ist es unmöglich zu lernen.

Emotionale Bindung von Mitarbeitern

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Eine vom Gallup Institut jährlich durchgeführte Studie zum Thema Arbeitszufrie- denheit bei Mitarbeitern in Deutschland ergab, dass 70% aller Mitarbeiter lediglich Dienst nach Vorschrift machen. Sie haben nur eine geringe emotionale Bindung an ihr Unternehmen beziehungsweise an ihre Arbeit.

15% der Mitarbeiter haben bereits innerlich gekündigt. Sie haben keine emotionale Bindung mehr zu ihrer Arbeit. Und nur 15% sind stark motiviert, also begeisterte Mitarbeiter.

Hier gibt es offensichtlich ein gewaltiges ungenutztes Potenzial in deutschen Unternehmen.

Was glauben Sie sind die Auswirkungen wenn Mitarbeiter weder von ihrer Arbeit noch von ihrem Unternehmen begeistert sind, in Bezug auf…

  • ‍Stress-Toleranz (Resilienz)
  • ‍den Krankenstand
  • ‍die langfristige Bindung an ihr Unternehmen
  • ‍eine kontinuierliche Produkt- & Service-Optimierung
  • ‍und auf den Aufbau langfristiger vertrauensvoller Kundenbeziehungen

So weit so gut, doch was bedeutet das in der Praxis. Ganz einfach, wir müssen von etwas begeistert sein, um unser kreatives Potenzial abrufen zu können. Bevor Sie jetzt über Ihre Mitarbeiter nachdenken, fragen Sie sich als Unternehmer, wie begeistert Sie selbst von Ihrem Unternehmen sind.

Was gibt Ihnen täglich den Drive mit Freude zur Arbeit zu gehen? Worin besteht für Sie der tiefere Sinn Ihrer Arbeit?

Erfolg in Form von Geld ist kein unternehmerisches Ziel, sondern ein Ergebnis unternehmerischen Handelns und ist somit auch nicht für Sinn Stiftung tauglich.

Wie können Sie Begeisterung bei Ihren Mitarbeitern entfachen?

 

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Es bedarf der Befriedigung zweier menschlicher Grundbedürfnisse.

1. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit.

Schaffen Sie Gemeinsamkeiten. Entwickeln und teilen Sie mit Ihren Mitarbeitern Ihre Vision, Ziele und Strategie. Die Herzlicht Methode hilft Ihnen, mit Achtsamkeit im Unternehmen von Beginn an langfristige vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen.

2. Das Bedürfnis nach Entfaltung & Gestaltung.

Es liegt in der Natur des Menschen sich entfalten zu können und etwas zu gestalten. Kreieren Sie Rahmenbedingungen, die Ihren Mitarbeitern Freiräume für verantwortungs- volles Handeln ermöglichen. Ihre Mitarbeiter werden begeistert und die emotionale Verbundenheit mit der Arbeit und dem Unternehmen werden signifikant zunehmen.

So machen Sie aus Ihrem Unternehmen ein Ort an dem es sich zu leben lohnt, weil man dort persönlich wachsen kann.

Jedes Unternehmen geht dabei seinen individuellen Weg.

Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie am schnellsten Ihren Weg zu begeisterten Mitarbeitern finden können nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf.

Tool als Generalschlüssel

Die Führungskräfte eines mittelständischen Unternehmens sitzen zusammen. Es ist Jahres-Endgeschäft und alle sind gefühlt mal wieder am Anschlag. Sie diskutieren warum ihre Mitarbeiter so unselbstständig sind, warum man ihnen alles „vorkauen“ muss. Da kommt der Vorschlag von einer Führungskraft: „Wir brauchen ein Tool!“ Schnell sind sich alle einig, dass das die Lösung ist.

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, diesen Ruf hört man landauf und landab fast immer, wenn etwas über einen längeren Zeitraum nicht funktioniert hat. Im nächsten Schritt wird darüber gestritten, welches Tool denn das richtige sei.

Ohne Prozess ist kein Tool das Richtige.

Das Tool wird gekauft und installiert und dann passiert gar nichts. Aber warum geht nichts voran, jetzt, wo man doch ein tolles, teures Tool hat? Weil eine wichtige Frage vergessen wurde zu stellen: Was soll das Tool genau lösen und wie sieht der Lösungsprozess aus?

Auch unser mittelständisches Unternehmen hat sich keinen Prozess überlegt, der die Eigenständigkeit der Mitarbeiter fördern könnte. Ein Tool ist etwas Äußeres und äußere Maßnahmen sind bequemer als innere. Leider sind sie aber nicht nachhaltig wirksam. Nachhaltigkeit entsteht dort, wo das Naturgesetz „Alles wächst von Innen nach Außen“ eingehalten wird.

Achtsamkeit hilft das richtige Tool zu finden

Mit Achtsamkeit könnte das Unternehmen wesentlich mehr erreichen. Ob Mitarbeiter sich selbst organisieren, hängt in erster Linie vom Bewusstsein der Inhaber und der Führungskräfte ab. Sind sie in der Lage, ihren Mitarbeitern zu vertrauen oder führen sie das Unternehmen im Befehl-Kontrolle Modus. Befehl und Kontrolle sind Relikte aus Zeiten, in denen hierarchische Strukturen gut funktioniert haben. Je komplexer die Anforderungen werden, um so dezentraler muss eine Organisation sein. Die Umstellung erfordert Mut und Vertrauen. Die kommen von Innen und werden durch Meditation und Achtsamkeit gefördert.

Ist das Unternehmen dazu bereit, kann endlich ein Prozess für das akute Problem definiert werden. Und spätestens jetzt wissen auch alle Beteiligten, was ein Tool leisten muss, oder ob es vielleicht sogar ohne Tool ginge.

All unsere Gedanken sind Glaubenssätze, also Affirmationen. Sie bestimmen unser Leben, ohne dass wir es merken. In diesem Artikel lernst Du Schritt für Schritt, wie Du Affirmationen erfolgreich einsetzen kannst und damit Deinem Leben eine entscheidende Wende zu geben.

Eine wahre Geschichte aus meinem Leben

Ich bin leidenschaftlicher Golfer und hatte lange Zeit Schwierigkeiten mit langen Bahnen. Meine Mitspieler haben meist viel weiter geschlagen als ich. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich selbst jemals längere Schläge produzieren könnte. Natürlich hat mich das genervt.

Zum Glück meditiere ich täglich und habe gelernt, mich zu kontrollieren und eine positive Attitude zu behalten. Deshalb habe ich es geschafft, nicht an den zu kurz geratenen Schlägen zu verzweifeln. Dennoch habe ich mich gefragt, was ich tun muss, um meine Schlagweite zu verbessern.

Schließlich habe ich bemerkt, dass ich vornehmlich eine Blockade im Kopf hatte. Gedanken spielen sich ja im „Stillen“ ab, solange sie nicht ausgesprochen werden. Wenn ich mit anderen Spielern auf einer Runde war, habe ich mich dabei ertappt, wie ich sagte „meine Schläge sind eh immer etwas kurz“ oder „ich kann nicht so weit schlagen“. Jetzt waren die Gedanken nicht mehr in der Stille verborgen, sondern sind an die Oberfläche meines Bewusstseins gelangt.

Mit Storytelling habe ich meine Schwächen kaschiert

Im Grunde habe ich mich gegenüber den anderen, besonders aber gegenüber mir selbst für meine „Schwäche“ rechtfertigen wollen. Das geht gefühlsmäßig am elegantesten durch sogenanntes „Storytelling“. Denn das ist das was ich gemacht habe. „Meine Schläge sind eh immer etwas kurz“, ist auf eine Art eine kurze Story. Ich habe mir quasi selbst den Segen gegeben, dass diese „Schwäche“ ok ist und sich wohl nie ändern wird.

Hinter der Story verbarg sich mein Glaube, meine Überzeugung, ich könne nicht weit schlagen. Nun da ich mir meines Glaubenssatzes bewusst wurde, habe ich mir dafür positive Affirmationen geschaffen. Eine Affirmation ist ein Glaubenssatz, also ein Gedanke der meine positive oder negative Überzeugung von einer bestimmten Sache ausdrückt. Wir alle laufen ständig mit vielen Glaubenssätzen durchs Leben, meist ohne uns dessen bewusst zu sein.  Meine Affirmationen im Golf heissen jetzt: „mein Schwung ist entspannt und weit“ und „mein Schwung und meine Weite verbessern sich stetig“. Seit ich diese Affirmationen regelmäßig verwende sind meine Schläge viel konstanter geworden und im Schnitt etwa 20 Meter länger. Und ein Ende ist nicht abzusehen.

Was hat sich für mich durch die Affirmationen geändert?

Zunächst hat mir die Affirmation gedanklich die Möglichkeit eröffnet, dass es machbar ist, weiter zu schlagen. Ich habe mich also nicht mehr blockiert. Durch diese Öffnung habe ich viele äußere Hilfestellungen von Anderen erhalten, die mir weiter geholfen haben. Gleichzeitig habe ich im Rahmen des Golfspiels einen besseren Zugang zu meiner Intuition bekommen. Mein Körper weiß eigentlich was er für einen „guten“ Schlag tun muss. Das wußte er auch früher schon, nur haben mir die positiven Affirmationen geholfen, ihn zu lassen. In meinen Gedanken kann ich jetzt meinen Golfschwung fühlen und lernen wie ich immer besser schwinge. Das tolle ist, wenn ich das nächste Mal auf dem Platz bin, kann ich bereits vieles davon umsetzen.

Klar, ich berichte Dir hier von einer meiner Erfahrungen im Golfspiel. Und möglicherweise bist  Du kein Golfer. Das macht nichts, denn das Prinzip funktioniert in jeder Lebenssituation, gleich, ob im Spiel oder bei der Arbeit.  Im Sport bekommt man die Ergebnisse häufig schneller als im Business und kann so leichter aus den Erfahrungen lernen. Und Du kannst es auch. Vielleicht beginnst Du in Deiner Sportart und überträgst Deine Erfahrungen später auf Deine Arbeit und andere Lebensbereiche.
Im HerzLicht-Coaching arbeite ich ganz bewusst auch mit Affirmationen, um die Einstellung zu sich selbst, zur Arbeit und zu den Kunden zu verbessern. Auf persönlicher Ebene führt das zu mehr Erfüllung und beruflich führt diese Bewusstseinsentwicklung zu langfristigen, vertrauensvollen Kundenbeziehungen.

Wie Du für Dich Affirmationen erfolgreich einsetzen kannst beschreibe ich gleich Schritt für Schritt. Also auf geht’s.

Affirmationen, also Glaubenssätze, sind auch Gedanken. Sie können ausgesprochen oder auch nur gedacht sein. Wenn wir z.B. sagen „Ich kann nicht singen“, „Ich bin nicht musikalisch“, „Das Leben ist hart“, dann sind das Glaubenssätze. Und die bestimmen unser Leben. Ich möchte Dir ein paar Beispiele für die vier großen Lebensbereiche ‚Beziehungen, Gesundheit, Beruf und Finanzen‘ geben.

Mit Deinen Gedanken und Glaubenssätzen bist Du der Architekt Deiner Welt.

In der Tabelle unten findest Du auf der linken Seite jeweils ein Beispiel einer negativen Affirmation und rechts ein positives Beispiel.

Beispiele negativer und positiver Affirmationen

Beispiele negativer und positiver Affirmationen

Unser seelisches Wesen strebt ständig nach einer Übereinstimmung zwischen unseren Gedanken und unserer äußeren Realität. Solange keine Deckungsgleichheit existiert, hilft uns unser seelisches Wesen, den Zustand unserer Gedanken zu manifestieren. Dazu bringt es uns mit Menschen zusammen oder führt uns zu Gelegenheiten, die uns helfen, den in Gedanken beschriebenen Zustand zu erreichen.

Die Schritte 1-3 helfen Dir, ein Bewusstsein für Deine Affirmationen zu entwickeln. Schritt 4 befasst sich mit der praktischen Anwendung, Deine Affirmationen erfolgreich einzusetzen.

Schritt 1: Positive und Negative Affirmationen aufschreiben

Erstelle eine Liste über zwei Seiten wie die unten abgebildete. Auf der linken Seite werden negative und rechts positive Affirmationen eingetragen. Auf jeder Seite findest Du die vier Lebensbereiche, denen Du Deine Affirmationen zuordnen kannst. Denke über Deine persönlichen Glaubenssätze nach und trage sie in die Liste ein. Fällt Dir eine positiv formulierte Affirmation ein, dann schreib sie direkt auf die rechte Seite zum entsprechenden Lebensbereich. Entdeckst Du zunächst eine negativ formulierte Affirmation, dann schreib sie bitte zuerst auf die linke Seite.

Hier ein paar Tipps wie Du Deine Glaubenssätze entdecken kannst.
Storytelling vor Projekten und größeren Herausforderungen, als Erklärung, warum etwas nicht so funktionieren könnte wie gewünscht. Wenn dann etwas nicht gut gelaufen ist, finden wir in den Begründungen und Rechtfertigungen sehr häufig versteckte Affirmationen. Mein persönliches Golferlebnis stammt aus dieser Kategorie.

Denk auch mal daran, was Deine Eltern Dir mit auf den Weg gegeben haben. Viele Glaubenssätze stammen aus unserer Kindheit oder frühen Jugend. Eltern, Verwandte und Lehrer waren oft die Auslöser.

Beispiele:
Im Leben bekommt man nichts geschenkt.
Du kannst niemandem trauen.
Ich muss für mich selbst sorgen, andere kümmern sich nicht um mich.
Ich bin eh nicht musikalisch.
Ich habe keine schöne Stimme.
Ich kann nicht malen.
Ich bin sowieso zu dick.
Das schaffe ich nicht.
Ich habe immer Geldprobleme.
Keiner hört auf mich.

Du kannst diese Liste auch in Zukunft weiter pflegen. Was ich auch definitiv empfehle. Ich garantiere Dir, Du wirst immer wieder neue Glaubenssätze in Deinem Leben entdecken. Je mehr Du Dich damit beschäftigst, umso fokussierter wird Deine Achtsamkeit für dieses Thema. Mit anderen Worten Du findest mehr Glaubenssätze in kürzerer Zeit. Und gleichzeitig wird es Dir immer leichter fallen, positive Formulierungen dafür zu finden.

Arbeitsblatt: Achtsamer Umgang mit Affirmationen

Arbeitsblatt Affirmationen

Schritt 2: Negative Affirmationen positiv formulieren

Nachdem Du begonnen hast Deine Affirmationen aufzuschreiben, ist es wichtig, die negativen Affirmationen in positive umzuformulieren auf die rechte Seite Deiner Liste zu schreiben. 
Verwende beim Formulieren die beiden folgenden Regeln.

1. Negationen vermeiden.
Stell Dir vor, Du gehst zu Deinem Lieblingsitaliener. Die Bedienung möchte Deine Bestellung aufnehmen und Du sagst „ich hätte gerne keine Pizza“. Die Bedienung weiß zwar jetzt was Du  nicht willst aber noch nicht was Du wirklich willst. Was soll sie Dir also bringen? 

Es ist sogar so, dass Dein Unterbewusstsein die Negation nicht versteht und anders interpretiert. „Ich möchte keinen Stress“ bedeutet für das Unterbewusstsein „Ich möchte Stress“. Und den werden wir dann auch bekommen. Besser wäre es zu sagen „Ich möchte intensiv und entspannt arbeiten“.

2. Formulierungen immer in der Gegenwart.
Affirmationen sollen immer in der Gegenwart formuliert werden, so als wäre der Zustand oder das Ziel bereits erreicht. „Ich bin gesund“ (auch wenn ich im Moment krank bin). 
Formulierungen in der Zukunft, z.B. „Ich möchte gesund werden“, werden vom Unterbewusstsein so interpretiert, dass wir diesem angestrebten Zustand ewig hinterherlaufen aber nicht erreichen.

Schritt 3: Neue Affirmationen für Deine Ziele formulieren.

Bisher hast Du eine Liste mit Glaubenssätzen angelegt, die Du bereits seit geraumer Zeit mit Dir rumträgst. Und was ist mit Deinen Zielen und Projekten die Du noch realisieren möchtest?
Schaffe Dir einfach neue Affirmationen, die Dir helfen werden, Deine Ziele noch besser und schneller zu erreichen. Nehmen wir an Du möchtest eine neue Sprache lernen, z.B. Portugiesisch. Deine Affirmationen könnten dann lauten: „ich liebe Portugiesisch“, „Portugiesisch fliegt mir zu und ich tue mich leicht es zu sprechen“.

Schritt 4: Affirmationen mit Emotionen verbinden.

In den ersten drei Schritten hast Du ein Bewusstsein für Deine Affirmationen entwickelt und sie in einer Liste zusammengetragen. Jetzt kommt die Krönung, denn Du wirst Deine Affirmationen jetzt regelmäßig anwenden, damit sich Dein Verhalten und Deine Realität entsprechend entwickeln können. Affirmationen sind besonders stark, wenn sie mit Emotionen und kraftvollen Gefühlen verknüpft sind. Emotionen stellen sich oft schon dadurch ein, dass wir die Affirmation häufig wiederholen.
Wenn wir etwas nur einfach mechanisch wiederholen, sind wir nicht besser als ein Papagei. Es wird keine Wirkung haben.

Sicher hast Du schon mal einen Sänger gehört, der technisch hervorragend gesungen, Dich aber nicht berührt hat. Ein anderer Sänger dagegen war technisch vielleicht nicht so perfekt, hat Dich aber emotional sofort mitgenommen. Wie ist das möglich? Der Sänger der Dich erreicht hat, hat ganz sicher selbst etwas starkes gefühlt als er sang. Wenn Du genau so ein starkes Gefühl für Dich erzeugen kannst, während Du Deine Affirmationen wiederholst, dann entfalten die Affirmationen mit Sicherheit sehr bald schon ihre Wirkung. 

Ein Tipp wie Du schnell ein Gefühl entwickelst, das Dir bei Deinen Affirmationen hilft. Stell Dir so gut und so intensiv wie möglich vor, was es Dir bedeutet, wenn Du den Zustand erreichst, den die Affirmation beschreibt. Identifiziere Dich völlig mit dem Ziel.

Dein jetziges Leben ist wie es ist wegen Deiner bisherigen Glaubenssätze.

Jetzt ist es an Dir, mit Hilfe dieser Schritt für Schritt Anleitung Deine Affirmationen erfolgreich einzusetzen. Hab etwas Geduld und bedenke, Dein jetziges Leben ist wie es ist wegen Deiner bisherigen Glaubenssätze. Du hast Dir also einige Zeit dafür gelassen. Gib Dir nun auch ein wenig Zeit, damit Deine neuen Affirmationen wirken können. Mit etwas Geduld, Disziplin und Intensität wirst Du es ganz sicher schaffen.

Ich würde mich freuen, von Deinen Erfahrungen zu hören. Falls Du Fragen zu diesem Thema hast kannst Du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an info@herzlicht.coach.

Herzliche Grüße

Bikash Frost

Brexit: Gefühle der rationale Gedanken

Der Brexit ist eine ernstzunehmende Entscheidung. Wodurch wird die Diskussion bestimmt, durch Gefühle oder durch rationale Gedanken? Welche Rolle spielt dabei Vertrauen und wie kommt es zustande. Und lässt sich das, was wir auf nationaler Ebene erleben auf Unternehmen übertragen?

Das was derzeit in Großbritannien politisch geschieht, ist eine interessante Lehrstunde für Unternehmer.

Eine wesentliche Ursache für den Brexit, oder besser gesagt für das Ergebnis des Referendums, ist ein hohes Maß an Unzufriedenheit bei vielen Bürgern des Vereinigten Königreichs. Diese Unzufriedenheit beschränkt sich zudem nicht nur auf die Wähler für den Austritt , sondern auch auf viele die für den Verbleib in der EU gestimmt haben.

Gefühle sind stärker als rationale Gedanken

Gefühle sind stärker als rationale Gedanken. Sie bestimmen sogar unsere Gedanken und in der Folge auch unser Handeln. Lassen Sie uns deshalb einen Moment genauer hinschauen, woher dieses Gefühl der Unzufriedenheit rührt.

Das Grundübel scheint mangelndes Vertrauen zu sein. Nationalstaatliches,  egoistisches Verhalten, die fehlende Transparenz über Entscheidungsprozesse, sowie das Gefühl als Region und auch als Nation fremdbestimmt zu sein, sind der Nährboden für das fehlende Vertrauen.

Gibt es für die EU eine Vision die wir miteinander teilen?

Zur Gründungszeit gab es sie, doch wurde die Vision im Lauf der Zeit nicht weiter gelebt. Heute ist sie durch einen pragmatischen Managementstil der Politik in Vergessenheit geraten.

Selbst größte EU Befürworter wissen oft nicht mehr warum sie sich für dieses Europa engagieren sollen. Daher liegen so viele Potenziale brach.

Wie sieht’s bei Unternehmen aus?

Jährliche Untersuchungen der Arbeitszufriedenheit in deutschen Unternehmen ergeben ein sehr ähnliches Bild wie wir es derzeit in der Politik erleben. Viele Menschen wissen nicht warum sie jeden Morgen mit Freude zur Arbeit gehen sollten. Sie erleben Ungerechtigkeiten in Form von Bereicherung, Unsicherheiten durch die Art der Arbeitsverträge, fehlende Transparenz, Bevormundung und wenig Möglichkeiten, sich gleichberechtigt im Unternehmen einbringen zu können.

Kurz gesagt, es mangelt an einer gemeinsamen Vision, an gegenseitigem Vertrauen und an der Möglichkeit durch gegenseitige Unterstützung wachsen zu können.

All das ist Ausdruck einer negativen Unternehmenskultur, die Rahmenbedingungen schafft, die vollkommen an den Bedürfnissen der Beteiligten vorbeigehen.

Prof. Gerald Hüther, einer der führenden Neurobiologen Deutschlands betont immer wieder, dass jeder Mensch bereits vor der Geburt und zu Beginn seines Lebens zwei prägende Erfahrungen macht. Zum Einen die Erfahrung, dass jemand für uns da ist und wir diesem Menschen bedingungslos vertrauen können und zum Anderen die Erfahrung von Unterstützung wodurch wir wachsen und uns entwickeln können.

Ein Zuwiderhandeln gegen diese essentiellen menschliche Erfahrungen in Unternehmen hat ähnliche Konsequenzen wie in der Politik. Menschen machen Dienst nach Vorschrift oder haben innerlich bereits gekündigt. Generell nimmt die Bereitschaft das Unternehmen zu wechseln stark zu.

Für den Einzelnen bedeutet das, er kann sich nicht entfalten und verliert zusehends die Freude an der Arbeit. Für Unternehmen heißt das, Potenziale kommen nicht zur Entfaltung. Eine hohe Fluktuation impliziert einen Mangel an Kontinuität und senkt die Produktivität, wodurch die eigenen Leistungen und Produkte sich nicht annähernd in dem Maße verbessern lassen wie es eigentlich möglich wäre.

Wie könnte es in Unternehmen statt dessen aussehen?

Zunächst benötigen Unternehmen eine Vorstellung „Warum“ sie existieren (ihre Vision) und für welche Werte sie in dieser Welt stehen. Wenn das authentisch gelebt wird, weiß jeder im Unternehmen wofür es sich lohnt jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.

Als nächstes ist es wichtig eine herzliche Unternehmenskultur zu schaffen, in der man einander vollkommen vertraut. Vertrauensvolle Beziehungen zu Mitarbeitern und zu Kunden aufzubauen braucht Zeit, lohnt sich aber außerordentlich. Das Unternehmen schafft Rahmenbedingungen, in denen jeder Mitarbeiter seine Fähigkeiten optimal einbringen kann, er erfährt Wertschätzung, sein Selbstwertgefühl wächst und er entfaltet immer mehr sein Potenzial.

Auch Prof. Götz Werner, der Gründer der dm-Märkte, sieht Unternehmen in der Funktion eine „Spielwiese“ für persönliche Entwicklung zu sein, und somit die Grundlage schaffen, dass diese Unternehmen natürlich, gesund und nachhaltig wachsen können. Dabei wird Gefühlen eine besondere Bedeutung beigemessen, denn sie sind ein wichtiger und ausdrucksstarker Teil der menschlichen Persönlichkeit.

Wenn wir wirklich etwas aus der Entwicklung in Großbritannien mitnehmen können, dann die Erkenntnis, dass Menschen immer dann große Dinge erreichen wenn sie zusammenstehen und für eine gemeinsame Vision leben und arbeiten. Dazu gehört, dass wir uns bemühen, unser Herz zu öffnen und alle menschlichen Beziehungen stets auf Vertrauen bauen.

Transparenz zu schaffen ist eine Grundvoraussetzung wenn wir möchten, dass Mitarbeiter eigenverantwortlich handeln können. Der ungemein erfolgreiche und inspirierende Unternehmer Ricardo Semler hat einmal gesagt, „Wer möchte dass Mitarbeiter sich wie Erwachsene verhalten, der muss sie auch wie Erwachsene behandeln“.

Nutzen wir die Chance die uns die aktuelle Situation bietet und bauen wir gemeinsam die Unternehmen der Zukunft auf.