Vertrauen als Basis einer herzlichen Unternehmenskultur

Viele Führungskräfte haben nach wie vor Angst vor Kontrollverlust. Vertrauen, das Gegenteil von Kontrolle, ist die Basis einer herzlichen Unternehmenskultur. Immer wieder erlebe ich Unternehmer und Führungskräfte, die ihren Mitarbeitern Anweisungen bis ins Detail geben und sich anschließend wundern, warum diese Mitarbeiter ihre Aufgaben nicht zufriedenstellend erledigen. Genau diese Führungskräfte wünschen sich aber Mitarbeiter, die ihnen Arbeit abnehmen und eigenständige Lösungsvorschläge machen. 

Wünschen Sie sich Mitarbeiter auf Augenhöhe, die sich selbst organisieren und  Verantwortung übernehmen? Wäre es für Sie eine schöne Vorstellung, zu beobachten, wie sich Ihre Mitarbeiter menschlich und fachlich weiter entwickeln. Was würde es für Sie und Ihre Mitarbeiter bedeuten, mit Freude zur Arbeit zu gehen und sich mit der Arbeit und dem Unternehmen aufrichtig zu identifizieren?

Warum gelingt das so selten?

 

Wer möchte, dass sich seine Mitarbeiter wie Erwachsene verhalten, muss sie auch wie Erwachsene behandeln.
Ricardo Semler

Führungskräfte behandeln ihre Mitarbeiter häufig wie Heranwachsende aber nicht wie Erwachsene. Ricardo Semler, CEO von Semco SA, Brasilien, hat in seinem äußerst erfolgreichen Unternehmen eine außergewöhnliche Unternehmenskultur aufgebaut. Er setzt dabei in ganzem Maße auf Vertrauen. Sein Credo lautet: „Wer möchte, dass sich seine Mitarbeiter wie Erwachsene verhalten, muss sie auch wie Erwachsene behandeln“. Er meint damit konkret, dass es nicht angemessen ist, einem Mitarbeiter, der zu Hause Kinder groß zieht, Kredite für sein Haus aufnimmt und viele andere wichtige Entscheidungen trifft und managt, vorzuschreiben, von wann bis wann er arbeiten soll, wann er Pausen machen darf etc. Genau das passiert aber in den meisten Unternehmen. Wenn man dem Mitarbeiter statt dessen die Möglichkeit gibt, selbst zu entscheiden, wird er sich auch verantwortungsvoll verhalten.

Herzliche Unternehmenskultur müssen wir erst lernen.

Von Klein an sind wir in hierarchischen Strukturen groß geworden. Vom Kindergarten über die Schule, der Universität bis ins Unternehmen haben die meisten von uns stets die Erfahrung von Anweisung und Kontrolle gemacht. Wir haben gelernt Leistungsziele zu verfolgen, ohne darüber nachzudenken, welche Fähigkeiten wir auf dem Weg dahin benötigen. Das Denken in Prozessen und Entwicklungen ist uns nur wenig vertraut.

In diesem Artikel geht es mir nicht darum die Hintergründe und Ursachen bis ins Kleinste zu erklären, sondern Ihnen einen Weg aufzuzeigen, eine herzliche Kultur des Vertrauens aufzubauen.

Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Mitarbeiter arbeitet nicht so wie Sie sich das wünschen. In einer herzlichen Unternehmenskultur werden Sie dem Mitarbeiter helfen, sich zu entwickeln. Ihre wirkungsvolle Hilfe benötigt 3 Schritte.

Schritt 1: Die richtige Diagnose – Kompetenz oder Motivation?

Bevor Sie sich entscheiden, wie Sie den Mitarbeiter unterstützen wollen, müssen Sie unbedingt für sich klären, woran es dem Mitarbeiter mangelt? Wenn Sie die Situation falsch diagnostizieren, werden Sie auch die falsche Therapie anwenden und sicher nicht das gewünschte Ergebnis erzielen. 

Stellen Sie sich dazu folgende Fragen:
Ist der Mitarbeiter erst seit kurzer Zeit im Unternehmen und kann möglicherweise bestimmte Vorgänge noch nicht kennen? In diesem Fall liegt ein Bedarf an Schulung und Training vor.

Hat er die zu erledigende Aufgabe bereits mehrfach gut erledigt? Hier liegt offensichtlich kein Kompetenzproblem vor. Er hat sicher das Wissen, das er benötigt, um die Aufgabe zu meistern, denn er hat es ja mehrfach gezeigt. Ist dieser Mitarbeiter bereits einige Jahre in Ihrem Unternehmen, wäre Ihnen ein Mangel an nötigem Fachwissen sicher bereits aufgefallen. In diesem Fall ist das Problem nicht die fehlende Kompetenz, sondern mangelnde Motivation.

Schritt 2: Die richtige Therapie

Fehlende Motivation ist die viel häufigere Ursache, nur wissen Führungskräfte nicht immer damit umzugehen.

Suchen Sie das Gespräch mit dem Mitarbeiter und erklären Sie ihm, womit Sie nicht zufrieden sind, ohne ihm Schuld zuzuweisen. Dieser Punkt hört sich banal an, ist aber essentiell für eine positive Veränderung. Zunächst muss der Mitarbeiter verstehen, worauf Sie hinaus wollen. Was soll sich ändern? Das Gespräch muss unbedingt eine positive Atmosphäre haben, damit sich der Mitarbeiter öffnen kann. Denn was jetzt kommt ist er so wahrscheinlich nicht gewohnt.

Fragen Sie Ihren Mitarbeiter nach dem Nutzen der gewünschten Aktion. Lassen Sie ihn erklären. Nehmen Sie ihm auf keinen Fall das Denken ab. Falls es ihm schwer fällt, den Nutzen zu formulieren, helfen Sie indem Sie Brücken bauen. Danach ist er wieder dran.

Hat Ihr Mitarbeiter diesen Schritt einmal gemacht, fragen Sie, wie er die Aufgabe dauerhaft lösen möchte. Die Antwort ist „ganz allein“ Aufgabe des Mitarbeiters. Auch wenn es Ihnen  vielleicht schwer fällt, geben Sie ihm die Zeit die er für einen Lösungsvorschlag benötigt. 

Der Mitarbeiter findet Lösungen in sich selbst, sie ist schon längst da. Ihre Aufgabe als Führungskräfte ist es, dem Mitarbeiter zu helfen, Zugang zu dieser inneren Quelle zu erlangen.

Zeigen Sie Ihr Vertrauen und Ihr Herz. Sie werden sich wundern, mit welchen Ergebnissen Sie jetzt und in Zukunft belohnt werden.

Schritt 3: Nachhaltigkeit durch Achtsamkeit & Meditation 

Vertrauen als Basis einer herzlichen Unternehmenskultur kann man nicht einfach verordnen. Es ist eine Form des Bewusstseins, das sich durch Transformation weiterentwickelt. Entwicklungen finden „immer von innen nach außen“ statt. Die wenigsten Menschen haben gelernt, Zugang zu dieser inneren Quelle zu bekommen. Leider ist das kein Schulfach gewesen.

Die gute Nachricht ist, weil Sie den Schatz bereits in sich tragen, müssen Sie nur lernen die vielen Schichten des Schleiers zu lüften. Und genau dafür verwenden wir „Achtsamkeit & Meditation“.

Durch Achtsamkeit & Meditation nehmen Sie zwei Bewusstseinsebenen deutlich wahr. Da ist einerseits unser Verstand, der gerne beobachtet und analysiert, zweifelt  und ein natürliches Bedürfnis nach Kontrolle hat. Andererseits haben Sie die Ebene des Herzens, das sich begeistern, mit Allem identifizieren und tiefes Vertrauen empfinden kann. 

Damit Sie Ihre Fähigkeit zu vertrauen entwickeln können, fokussieren Sie sich mit Hilfe von Achtsamkeit & Meditation bewusst auf das Herz. Damit erzeugen Sie gleichzeitig eine „Stille im Verstand“. Der Verstand ist mit seinen permanenten Gedanken ein Störfeuer, das den Zugang zum Herz abschirmt.

Achtsamkeit & Meditation ist zunächst eine Technik. Wirksam wird diese Technik vor Allem dann, wenn sie dauerhaft angewendet wird. Alle die sich mit diesem Thema beschäftigen wissen, dass die größte Herausforderung nicht die Technik, sondern die Integration der Technik in den Alltag und in die tägliche Arbeit ist. Ein erfahrener Coach im Umgang mit Achtsamkeit & Meditation in Unternehmen hilft, die richtigen Weichen zu stellen, damit Sie Ihre Fähigkeit sich selbst und anderen zu vertrauen nachhaltig verbessern. Der herzlichen Unternehmenskultur in Ihrem Unternehmen steht nun nichts mehr im Wege.

Wollen Sie mehr darüber für Ihre konkrete Situation erfahren? Dann vereinbaren Sie jetzt einfach einen Termin für ein kostenloses Info-Telefonat.

Herzliche Grüße,

Ihr Bikash Frost

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